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Alles, was uns unangenehm ist und was wir deshalb nicht wahrhaben möchten, erregt in unserem Geist Protest. Vieles, was wir täglich erleben, ist durchdrungen von unserer eigenen Wirklichkeit. Wenn wir lernen, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, und auch die Standpunkte anderer akzeptieren, können wir uns selbst und anderen mit Verständnis und Großzügigkeit begegnen und Freude am eigenen Leben entdecken.

Gestern hat mich eine arge Verkühlung ins Bett geworfen. Das Gute daran, ich habe Zeit für mich ganz persönlich einen psychischen „Frühjahrsputz“ zu machen. Wirklichkeit ist alles, was um mich herum geschieht, betrachtet durch das Raster meines Denk- und Erfahrungsmusters. Wir alle haben unterschiedliche Wahrnehmungen von der Wirklichkeit. Befrage drei Personen zum Thema Krankheit und du wirst kaum eine Übereinstimmung finden. Darum nutze ich solche Gelegenheiten gerne, um meine ganz persönliche Sichtweise neu zu überdenken. Von Indianern stammt der Ausspruch: „Bevor du über einen anderen Menschen urteilst, musst du wenigsten vierzehn Tage in seinen Mokassins gelaufen sein“.