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Medien berichten tagtäglich, das hungrige Bären in Städte eindringen, Wildschweine Schäden in der Landwirtschaft anrichten und Elefanten große Waldflächen vernichten. Doch wir brauchen gar nicht so weit weg zu gehen. Auch in der näheren Umgebung meiner Heimat haben Tiere eigentlich keinen Platz mehr. Autobahnen, Zugstrecken und Wege durchkreuzen den natürlichen Lebensraum unseres heimischen Wildes. Ja, sogar Igel und Kröten bezahlen das Überqueren von Straßen oft mit dem Leben. Wohin wird das noch führen?

Wir möchten zwar nicht auf diese Tiere verzichten, sei es, um sie als köstliche Speise zu genießen, auf einer Safaritour zu fotografieren oder einfach einen treuen Freund zu haben. Aber bitte mit möglichst wenig Aufwand. Die Spezies Mensch will alles unter Kontrolle haben. Geld damit verdienen, sich Vergnügen und alles im Griff haben.

Wir bestimmen selbstherrlich, was gut und nützlich ist, was weiterbestehen darf und was wir nicht brauchen, wie z.B. lästige Insekten. Wir verschmutzen die Meere und fischen sie gnadenlos aus. Wie lange dürfen wir noch ungestraft den Lebensraum unserer Fauna so misshandeln? Wenn Tiere nur mehr in Reservaten und Zoos leben können und Nutztiere nur noch auf engsten Raum gezüchtet werden, hat der Mensch dann genug Platz? Oder gibt es Platz für alle?