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Ich war etwas überrascht, als an mich die Frage gestellt wurde, ob ich zweimal wöchentlich als Leihoma tätig sein möchte. Eine junge Familie, zwei Kleinkinder, der Mann hat eine gute Position und die Gattin das Glück nur Mutter sein zu können. Ich habe prinzipiell nichts dagegen, Kinder zu beaufsichtigen. Doch nun bin ich in Pension uns fühle mich noch viel zu jung, um „nur“ als Leihoma meine Tage zu verbringen. Ich helfe gerne und bin bei meinen Nachbarn auch schon eingesprungen wenn eine Notsituation eingetreten ist. Aber als Leihoma zu fungieren, nur damit Muttis mehr Freizeit haben oder ihre eigenen Ideen leichter umsetzen können ist nicht ganz mein Ding. Ich mag Kinder, bin und war immer für meine eigenen da. Doch ich finde, Kinder brauchen Sicherheit und liebevolle Zuwendung. Bezugspersonen sollten nicht immer wechseln. Die Sorglosigkeit vieler Mütter, ihre Kinder einfach betreuen zu lassen erstaunt mich immer wieder. Vielleicht nehme ich die Sache auch zu ernst. Doch Kinder sind viel zu kostbar. Sie verdienen es, das Vertrauen, das sie in ihre Mitmenschen haben, darf und soll von niemand missbraucht werden. Bevor ich mich Halbheiten hingebe sage ich lieber nein. Im Notfall bin ich jederzeit bereit meinen Nachbarn und Bekannten aus der Patsche zu helfen. Auch mehrere Tag wenn es sein muss, doch ich bin keine bezahlte „Leihoma“