Ein faszinierendes Land voller Schönheit und interessanten kulturellen „Juwelen“. Schlösser und Weinberge, wunderschöne Seen, architektonische und städtebauliche Sehenswürdigkeiten, imposante Gebirgsketten und harmonische Hügellandschaften. Ein kulinarischer Hochgenuss, exzellente Weine und eine hervorragende Küche. Das ist Piemont. Bei dem diesjährigen Ausflug blieb wohl kein Wunsch offen.
Gut gelaunt begann die Fahrt am Freitag, den 13 Juli mit dem Sagmeisterbus. Unser erstes Ziel Bergamo. Beeindruckend die Fahrt mit der Standseilbahn von der modernen Unterstadt in die auf Hügeln gelegene Altstadt. Höhenunterschied ca 85 Meter. Die Bahn dient heute in erster Linie dazu Touristen auf die Burg zu bringen, von wo man einen überwältigenden Blick auf die Altstadt, die Unterstadt sowie das weite Umland hat. Am nächsten Tag geht es weiter nach Alba, der Stadt der mittelalterlichen Türme und Asti. Nördlich davon, im Castelnuovo Don Bosco – einer wunderschön gelegenen Wallfahrtskirche - feierten wir unsere Sonntagsmesse. Schließlich gelangten wir nach Turin. Eine elegante Stadt, die mit ihrem Image als unattraktive Industriemetropole Norditaliens kaum noch etwas gemeinsam hat. Im Gegenteil: Das Zentrum präsentiert sich im prächtigen Barock der Savoyer, die die Stadt ab dem 17. Jh. zu ihrer Residenz ausbauten. Von 1861 bis 1865 war Turin dann sogar die erste Hauptstadt des geeinten Italien. Dem Glanz dieser Zeiten begegnet man im Zentrum auch heute noch an jeder Straßenecke. Unter den Arkaden der Via Po sowie in der Umgebung findet man die edelsten Cafes und zahlreiche Geschäfte. Sehenswertes gibt es genug. Prachtvolle Barockpaläste mit 18 km Arkadengängen. Die Piazza Castello – ein 40.000m² großer, autofreier und komplett von Arkaden umgebener Platz – ist das Herz der Stadt. In der Cattedrale di San Giaovanni Battista besichtigten wir das Grabtuch von Turin. Das Heilige Grabtuch, ist eine der meistverehrten, umstrittensten und bekanntesten Reliquien der Christenheit. Ein Besuch der Basilica di Superga – eine Barockkirche mit eindrucksvoller Kuppel von 75 m Höhe, dominiert auf 669 m Höhe über Turin. Man genießt von hier aus eine herrliche Aussicht über die Stadt. Und weiter geht unsere Fahrt mit spektakulären Sehenswürdigkeiten. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch vom Kloster Sacra di San Michele. Bekannt auch aus dem Film „Im Namen der Rose“. Unübersehbar thront die fast tausend Jahre alte Abtei wie ein steinerner Wärter auf dem 962 m hohen Monte Pirchiriano am Eingang des Susa-Tals. Der Zugang ist abenteuerlich und führt über 237 Stufen direkt ins tiefste Mittelalter.
Doch die Weiterfahrt auf der aussichtsreichen Bergstraße nach Santuario di Oropa - einer riesigen Wallfahrtskirche inmitten der schroffen Bergkulisse nördlich von Biella - bietet ungeahnte Weitblicke. Schon die Anfahrt hinauf ist ein Erlebnis. Als krönenden Abschluss erblickt man plötzlich das mächtige Wallfahrtszentrum auf 1180 m Höhe. Am oberen Ende der aufwendigen Barockanlage befindet sich die riesige Kuppelkirche Chiesa Nuova. Die grandiose Kulisse, der imposante Bau und die herrliche Lage beeindrucken so sehr, dass es schwer ist, Worte zu finden diesen Ort zu beschreiben.
Umso gegensätzlicher die Weiterfahrt nach Stresa am Lago Maggiore. Unser mondänes Hotel liegt direkt am Lago Maggiore. So konnten wir neben herrlichen Abend-Sparziergängen entlang der Seepromenade auch ein erfrischendes Bad im See nehmen. Gleich am nächsten Morgen wurde eine Schiff-Fahrt zu den Borromäischen Inseln, den „Perlen des Lago Maggiore“ gemacht. Isola Bella – unsere erste Station - präsentiert sich als Gesamtkunstwerk – ein Schiff. Ein riesiger Palast mit prachtvollen Gartenanlagen, zahlreichen Sälen und Wandelhallen sind aufwändig eingerichtet. Im Untergeschoss gibt es künstliche Grotten und man hat das Gefühl in ein Märchenreich gekommen zu sein. Die üppigen Gärten sind mit Statuen und Brunnen in zehn Terrassen in vollendeter Gartenarchitektur übereinander angelegt und das Staunen nimmt kein Ende. Eine besondere Attraktion sind die weißen Pfauen, die im Park frei umherstolzieren. Doch auch der Besuch der Isola Madre lohnt sich. Sie ist die größte und ruhigste der drei Inseln und liegt weit draußen im See. Auch hier befindet sich ein eleganter Palazzo, der allerdings weitaus kleiner und weniger spektakulär ist. Neben der Besichtigung der Keramik- und Marionettensammlung ist auch hier ein herrlicher botanischer Garten mit riesigen Zypressen, exotischen Bäumen und verschwenderisch blühenden Rosen zu sehen. Eine Insel weiter ist die Isola dei Pescatori: ein „malerisches Fischerdorf“, idyllisch anzusehen mit seinen engen Gässchen. Snackbars, Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein.
Doch auch die schönste Reise geht zu Ende. Wir fahren über die Schweizer Grenze nach Ascona und weiter über den San Bernadino - mit kurzer Unterbrechung in Chur - wieder nach Hause.
Auch diesmal hat unsere Reiseleitung: Dr. Wögerbauer und Familie Prof. Tinacher es wieder geschafft uns auf eine Reise zu führen, die uns die Schönheiten auf Gottes Erde erleben ließ, aber auch das gesellige Beisammensein in netter Gemeinschaft ermöglicht hat. Ein herzlicher Dank für das selbstlose Engagement.