|
Geschrieben von: Eveline ONZEK
|
|
Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 17:00 Uhr |
|
Nach einem schönen Urlaub am Meer und einer fast überstandenen Sommergrippe mit Kehlkopfentzündung geht es wieder Berg auf. Rückblicken kann ich sagen, Urlaub braucht man auch in der Pension. Frei von den täglichen Verpflichtungen einfach nur genießen. Die Strände in Kroationen – genau in Rovin – sind einfach herrlich. Glasklares Wasser, kein lästiger Sand im Bett, in der Dusche und im Essen. Herrliche Sonnenuntergänge und gutes Essen. Das Wasser hatte super Temperaturen zwischen zwanzig und dreiundzwanzig Grad. Herrlich erfrischend und ein echter Jungbrunnen. Ich bin gleich um einige Jahre jünger nach Hause gekommen (hi hi hi).
Doch es ist auch wieder schön zu Hause zu sein. Mein Garten macht zwar viel Arbeit aber jede Menge Spaß. Frisches Gemüse ist nie zu verachten. Auch, dass sich nicht alles ändert ist manchmal erfreulich. So habe ich wieder jede Menge Artikel, Briefe und auch unsere Pfarrzeitung zu schreiben. Da bin ich ja schon fast alles. Reporter, Chefredakteur, Layouter und Fotograf. Ist doch eine echte Kariere, oder etwa nicht? |
|
Geschrieben von: Eveline ONZEK
|
|
Freitag, den 28. Mai 2010 um 12:23 Uhr |
|
… keiner liest. Ich bin ein Mensch, der gerne schreibt. Meine Gedanken, Empfindungen und Eindrücke kann ich besser schreiben als darüber reden.
Wenn der Briefträger die tägliche Post bringt, die Tageszeitungen eintreffen, die Mitteilungen von Gemeinde, Pfarre und den diversen Vereinen ankommen habe ich oft nicht die Zeit alles durchzulesen. Das gewaltige Übermaß an Informationen lässt kaum Raum für zwischenmenschliche Verständigung. Die Wogen der Reizüberflutung, in denen man zu ertrinken droht, nehmen ständig zu. Wie also schafft man es, im täglichen Dickicht der modernen Kommunikation sich Aufmerksam zu verschaffen?
Zahllose Hobbyjournalisten, die mit ihren Millionen Kommentaren und Nachrichten im Web den Profis zeigen wollen, dass sie es besser können, haben inzwischen auch schon eingesehen, dass es eine zeitaufwändige Freizeitbeschäftigung ist, die außer viel Mühe nichts bringt. Dieses Dilemma verursachen zwei Begriffe: Informations- und Reizüberflutung. Viele Botschaften – und sind sie noch so gut – sind damit chancenlos. Darum halte ich es für gut, dass ich Menschen, die mir nahe stehen auch mal eine Ansichtskarte oder ein persönliches Mail schreibe. Artikel werden teilweise nur in den lokalen Zeitungen mit Interesse verfolgt. Wenn sich jemand persönlich angesprochen fühlt oder ich über ein stattgefundenes Ereignis vor Ort berichten kann schreibe ich gerne auch für die Öffentlichkeit. |
|
|
Geschrieben von: Eveline ONZEK
|
|
Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 21:45 Uhr |
|
Das Leben ist viel zu kurz, um es zu vergeuden. Es kann manchmal kompliziert sein, stressig und traurig, aber auch eintönig und fad werden. Darum versuche ich, Verzwicktes, Eingefahrenes, Unüberlegtes neu zu ordnen und Neues auszuprobieren.
Ich gehe nun schon seit zweieinhalb Jahren wöchentlich Yoga. Es tut dem Körper genau so gut wie meinem Geist. Außerdem glaube ich, dass unsere Yoga Lehrerin sehr gut ist. Sie trainiert alle Sinne und weckt Lebensmut. Doch mit Genuss meine ich auch genießen. Dazu gehört für mich auch eine Tasse Kaffee.
Wie ich erst kürzlich festgestellt habe, kommt der Kaffeebaum ursprünglich aus Äthiopien. In der Provinz Kaffa sollen Hirten ihn entdeckt haben, als sie Ziegen beobachteten, die bis in die Nach hinein munter über die Wiesen sprangen, nachdem sie an einem bestimmten Baum geknabbert hatten. Als ein Hirte selbst die Früchte des Strauchs probierte, stellte er auch bei sich eine belebende Wirkung fest. Andere Quellen besagen, der Hirte habe die im rohen Zustand ungenießbaren Früchte angewidert ins Feuer gespuckt, woraufhin Düfte freigesetzt wurden; so entstand die Idee des Röstens.
Im 16. Jahrhundert brachten die Osmanen die Kaffeekultur in alle von ihnen eroberten Gebiete. – also auch zu uns. So wechselhaft unser Leben auch sein kann, Kaffee ist ein fester Bestandteil meines Alltags und nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. |
|
Geschrieben von: Eveline ONZEK
|
|
Dienstag, den 25. Mai 2010 um 20:01 Uhr |
|
Die Bedeutung der Wallfahrtskirche Mariazell
Kaum eine andere Wallfahrtsstätte der Welt kann auf eine derart beeindruckende Vergangenheit zurückblicken. Der Überlieferung nach wurde Mariazell am 21. Dezember 1157 gegründet. Eine Bauinschrift über dem Hauptportal mit der Jahreszahl 1200 lässt diese Zeit als Baubeginn der romanischen Kapelle annehmen. Die erste urkundliche Erwähnung von „Cell" finden wir 1243. Im Jahre 1330 ist die Kirche unserer Lieben Frau zu Zell in einer Ablassurkunde des Salzburger Erzbischofs Friedrich III. als viel besuchter Wallfahrtsort quellenmäßig belegt, bereits 1344 erhielt der Ort das Marktrecht. Von großer Bedeutung für Mariazell war die 1399 erfolgte Verleihung eines vollkommenen Ablasses durch Papst Bonifaz IX. Er wurde für die Woche nach der Oktav von Mariae Himmelfahrt gewährt und führte zur Ausbildung von Bußriten und Prozessionen, die auch nach der Aufhebung dieses Ablasses lebendig blieben und bis in die Barockzeit hinein nachweisbar sind. Der Pilgerstrom nahm ständig zu. Pilger aus der Gegend des heutigen Bayern, Böhmen, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen, Deutschland, Schweiz, vor allem aber aus Österreich und Ungarn suchten schon damals die Hilfe der Mariazeller Gnadenmutter. Nach dem Ende der Gegenreformation erlebte Mariazell eine besondere Blütezeit als Nationalheiligtum des Hauses Habsburg, das nicht nur sein persönliches Schicksal, sondern das ganze Land und seine Bevölkerung dem Schutz Mariazells anvertraute. Die Vorbildwirkung der Herrscherfamilie bewog die Angehörigen des Adels und des Bürgertums und schließlich auch die bäuerliche Bevölkerung, nach Mariazell zu pilgern. Die gotische Kirche konnte die große Pilgerzahl nicht mehr beherbergen, daher entschloss sich Abt Benedikt Pierin von St. Lambrecht zur barocken Erweiterung, die der Kirche ihr charakteristisches Aussehen gab. Die Stadterhebung im Jahre 1948 ist nicht der Größe des Ortes zu verdanken, sondern der Bedeutung als kirchliches und kulturelles Zentrum weit über die Grenzen Österreichs hinaus.
So ist auch von Hengsberg eine Gruppe von 50 Personen mit dem Bus am Pfingstmontag nach Mariazell aufgebrochen. Die Vegetation ist ca um ein Monat hinter der in der Südsteiermark. Der morgendlich bewölkte Himmel wurde bis Mittag strahlend hell und die wärmende Sonne erlaube es, auf den Terrassen einen Kaffee mit Kuchen im Freien zu genießen. Schön war auch die Andacht in der Basilika, die wir zusammen mit anderen Pilgergruppen feiern konnten. Ein Tag zum Danken, Ausspannen, Seele baumeln lassen und Kontakte knüpfen. Solche Tage sollten wir viel öfter in unser Leben einbauen |
|