Am Sonntag haben mich meine Kinder überrascht und mich auf einen Nachmittagsausflug nach Stübing entführt. Der Andrang der Besucher war überwältigend. In der winterlichen Stille des Freilichtmuseums Stübing erlebten wir einen einzigartigen Adventtag. Das herrliche Wetter und der Schnee haben die Landschaft in ein Märchenwelt verwandelt. Wir marschierten den Weg entlang und erfreuten uns an den Sehenswürdigkeiten.Aber auch handwerklich war einiges zu sehen und zu entdecken. Eltern und Kinder konnten unter anderem selber ausprobieren, wie Kerzenziehen, Töpfern, Spinnen, Stricken und Klöppeln funktioniert. Die historischen alten Häuser weckten Erinnerungen an die Kindheit und ließen uns die stillste Zeit des Jahres ein wenig fühlen. Der Duft von Lebkuchen, Glühwein, Bratäpfeln und Kartoffelsuppe begleitete uns auf den verschneiten Wegen. Es wurden Körbe geflochten, Strohsterne gebastelt und viele alte Brauchtümer vorgeführt. Die warm beheizten Stuben und Rauchstuben mit den traditionellen Öfen waren willkommene Aufwärmplätze. Hier wurde auch für das leibliche Wohl der Besucher mit Leckerbissen aus früheren Zeiten und verschiedenen Schmankerl der Umgebung gesorgt. Doch auch das Holzfällerzelt aus Baumrinde und die Baumstammöfen erfreuten die Besucher. Auf unserem Rundgang konnten wir Köstlichkeiten verkosten und viele fröhliche Menschen treffen. Am Rückweg, es begann schon dunkel zu werden, wurden entlang des Hauptweges die Kerzen entzündet. Dazu das Licht aus den kleinen Fenstern der alten Häuser und die Sterne am Himmel. Es war ein wirkliches Wintermärchen.