… keiner liest. Ich bin ein Mensch, der gerne schreibt. Meine Gedanken, Empfindungen und Eindrücke kann ich besser schreiben als darüber reden.

Wenn der Briefträger die tägliche Post bringt, die Tageszeitungen eintreffen, die Mitteilungen von Gemeinde, Pfarre und den diversen Vereinen ankommen habe ich oft nicht die Zeit alles durchzulesen. Das gewaltige Übermaß an Informationen lässt kaum Raum für zwischenmenschliche  Verständigung. Die Wogen der Reizüberflutung, in denen man zu ertrinken droht, nehmen ständig zu. Wie also schafft man es, im täglichen Dickicht der modernen Kommunikation sich Aufmerksam zu verschaffen?

Zahllose Hobbyjournalisten, die mit ihren Millionen Kommentaren und Nachrichten im Web den Profis zeigen wollen, dass sie es besser können, haben inzwischen auch schon eingesehen, dass es eine zeitaufwändige Freizeitbeschäftigung ist, die außer viel Mühe nichts bringt. Dieses Dilemma verursachen zwei Begriffe: Informations- und Reizüberflutung. Viele Botschaften – und sind sie noch so gut – sind damit chancenlos. Darum halte ich es für gut, dass ich Menschen, die mir nahe stehen auch mal eine Ansichtskarte oder ein persönliches Mail schreibe. Artikel werden teilweise nur in den lokalen Zeitungen mit Interesse verfolgt. Wenn sich jemand persönlich angesprochen fühlt oder ich über ein stattgefundenes Ereignis vor Ort berichten kann schreibe ich gerne auch für die Öffentlichkeit.