Ich begann in der Warenübernahme. Bestellungen wurden mit Lieferscheinen und angelieferter Ware verglichen und alles händisch abgearbeitet. Dies hatte den Vorteil, dass wir die neuesten Modelle zuerst zu Gesicht bekamen. Natürlich wurden sie probiert und wenn leistbar auch gekauft. Der Chef war großzügig und es gab Prozente. Nach einiger Zeit wechselte ich in die Versandabteilung. Wenn ich heute daran denke, dass die erste Frage meiner neuen Vorgesetzten war Können Sie das Alphabet vor und zurück aufsagen muss ich lachen. Da damals war es tatsächlich notwendig. Wir hatten eine ganze Wand mit Laden. Diese waren gefüllt mit Karteikarten unserer Kunden. Bei jeder Bestellung wurde gesucht, ob es diesen Kunden schon gab, dann die Karte herausgenommen und die Bestellung eingetragen. Wenn noch keine Karteikarte vorhanden war musste eine neue Angelegt werden. Danach wurden die Schuhkartons lt. Bestellung zusammengestellt und in die Verpackung gegeben. Unsere Aufgabe bestand darin, dass die beschrifteten Karteikarten wieder eingeordnet werden mussten. Es konnte ja eine Rückfrage oder einen Umtausch geben. Also war es sehr wichtig, dass die Karten richtig eingeordnet wurden, denn sonst war die Suche langwierig und mühevoll. Da ich so gut wie keine Fehler beim Einsortieren gemacht habe, hatte ich die Ehre tausende von Karten wieder an ihren richtigen Platz zu stecken. Dafür kann ich auch heute noch das Alphabet ab jeden Buchstaben vor und rückwärts auswendig. Heute ist diese Arbeitsweise kaum mehr vorstellbar. Doch ich möchte diese Zeit nicht missen.