Ich habe heute ein „lustiges“ Mail über Pensionisten erhalten. Im Ersten Augenblick recht lustig. Doch bei näherer Betrachtung stimmt es mich nachdenklich. Nach vierzig Arbeitsjahren – so denke ich – habe ich es eigentlich verdient meine Pension zu genießen. Aber sehen uns Jugendlich und Menschen, die noch im aktiven Arbeitsleben stehen anders. Haben nicht auch wir – zwar oft nur so zum Spaß – abfällige Redewendungen gebraucht, um unseren Neid zu verbergen. Wertschätzung gegenüber anderen Personen muss wieder einen höheren Stellenwert bekommen, finde ich. Es gibt nicht die verwöhnte Jugend, den arbeitsscheuen Ausländer, die Sozialschmarotzer, den Pensionisten, der eine Belastung ist, die faulen Studenten, etc. Das Einteilen in Gruppen und Generationen kann gefährlich werden. Vorurteile werden gebildet und können nur mühsam wieder abgebaut werden. Am Anfang sind es nur Blödeleien, doch wie schnell kann das Miteinander in ein Gegeneinander umschlagen.

Mein großer Vorteil als Pensionistin: ich kann mir den Luxus leisten, zu helfen wenn ich gebraucht werde und das finde ich schön. Ich bin also Herr/Frau meiner Zeit.