Es gibt Tage, da frage ich mich, ob es Sinn macht die Tageszeitungen zu lesen. Eine Horrornachricht jagt die andere. Umweltkatastrophen und die ständigen Meldungen von bankroten Banken und nun auch Ländern. Verträge werden ständige geändert und „der kleine Mann“ ist nur mehr Spielball korrupter Manager, Politiker und Spekulanten.

Es ist nur gut, dass es Zeitabschnitte gibt wo man keine Zeit hat nachzudenken. Die letzten Tage waren stressig und arbeitsreich. Aushilfe in der Küche eines Gasthofes für eine große Hochzeitsgesellschaft, Garten- und Hausarbeit, Einkäufe und zu guter Letzt noch Muttertag. Da ich noch eine Mutter habe, ist für mit Muttertag ein Arbeitstag. Meine Mutter besucht die Sonntagsmesse um neun Uhr. Danach genießt sie die Ruhe bis zum Mittagessen. Das gemeinsame Essen mit einem besonderen Essen und einer exquisiten Nachspeise erfordert natürlich Mehrarbeit. Eine freudige Überraschung war das gute Frühstück, das meine Tochter vorbereit hat. Dazu eine besondere Kaffeetasse mit der aufmunternden Aufschrift. Über die Margaritenbäumchen habe ich mich ganz toll gefreut. Auch das Buchgeschenk hat meine gute Laune gesteigert. Ein besonderer Luxus am Sonntag war die Ruhestunde am Nachmittag im kleinen aber feinen Schatten des neu gepflanzten Ahornbaumes.

Im Hintergrund höre ich Nachrichten – natürlich wieder nur über Geld – was alles falsch gemacht wird und wie wir es besser machen können. Ich kann es gar nicht mehr hören.

Mir hilft nur mehr das Sprichwort „Du kannst dich den ganzen Tag ärgern. Verpflichtet bist du nicht dazu.“