Zwei Bildungstage in gepflegter Umgebung mit tollen Referenten haben gut getan. Das Thema ANGST versus CHANCE war sehr spannend. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen beeindruckend. Es ist einfach notwendig, wenigstens hin und wieder den eigenen Horizont etwas zu weiten. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel positive Energie entsteht, wenn Menschen von etwas beigeistert sind und zusammen arbeiten. Wir waren einfach bereit, uns auf etwas einzulassen. Und siehe da, fröhlich und zuversichtlich geht alles leicht. Kollagen zum Thema „Leitlinien für einen gelingenden Umgang mit Veränderungen“ in Kleingruppen wurden ausgearbeitet. Das Ergebnis war beachtlich. Und die Erkenntnis: Jeder möchte die Welt verbessern, und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selbst anfangen wollte.

Mein Wunsch, mich journalistisch zu betätigen hat dazu geführt, dass ich in letzter Zeit Zeitschriften und diverse Artikel genauer unter die Lupe genommen habe. Besonders Tageszeitungen stimmen mich nachdenklich. Viele Artikel enthalten Halbwahrheiten sind kurz, schrill und auf Sensation aufgebaut. Vorverurteilen, hetzten Menschen auf, alles natürlich streng an der gesetzlich zulässigen Grenze. Nur darauf abgestimmt Verkaufszahlen zu steigern. Natürlich trägt der Leser dazu bei, dass diese Form der Berichterstattung immer mehr um sich greift.

Ich kann verstehen, dass die Jugend laut Umfrage gar nicht zur Bundespräsidentenwahl gehen will. Gibt es noch positive Berichte über Personen, die in der Öffentlichkeit stehen? Jeder versucht doch nur den anderen herunter zu ziehen. Gibt es eigentlich noch Vorbilder? Wir brauchen auch nicht über die Jugend meckern, es heißt schon in der Bibel „Was du sähst, wirst du ernten!“

Journalismus muss nach meiner Vorstellung unparteiisch sein. Darf nicht verurteilen und muss sachlich und korrekt berichteten. Ich frage mich, interessiert das wirklich noch jemand?

Ich stehe zu spät auf, arbeite zwar viel aber ohne Struktur. Da muss ich etwas ändern. Denn meine Einstellung macht aus dem, was ich wahrnehme, das, was ich als gut oder schlecht, richtig oder falsch empfinde. Ich trage die Verantwortung für mein Leben, meine Gesundheit, für meine geistige Entwicklung, für mein Glücklichsein und mein Verhältnis zur Welt und zu meinen Mitmenschen. Eigentlich hätte ich es nicht notwendig, noch großartig etwas zu tun, doch ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut, wenn der Tag nutzlos vertan wird. Ich brauche Menschen und Aufgaben. Habe heute auch schon etliches erledigt. Am Abend werde ich mit meinem Mann noch zu einer 10-Jahres-Firmenfeier gehen. Eine Modeschau und ein Imbiss sowie Erfrischungsgetränke runden den Abend ab. Der Geschäftsinhaber ist ein guter Bekannter. Werde sicher auch interessante Menschen treffen und Spaß haben. Freue mich schon darauf.

Heute Samstag, etwas später aufgestanden. Wo bleiben die guten Vorsätze? Da unsere Tochter auf einem Seminarwochenende ist, haben wir – mein Mann und ich – ihre Tiere, zwei Hunde, eine Katze und einen Hasen versorgt. Nach einem guten Frühstück haben wir uns ein wenig Auszeit gegönnt. Unser heimischer Baumarkt feiert seit drei Tagen sein zehnjähriges Bestehen. Natürlich findet man immer wieder etwas für den Garten oder das Haus - es ist ja heute alles viel günstiger. Nützliche Dinge wie einen Rechen für den Garten und dekorative Materialien für das Haus und meine Blumenkisten. Nun ja, es muss nicht immer alles zweckmäßig sein. Ein wenig Spaß gehört dazu und macht das Leben reichhaltiger. Die Blasmusik hat flotte Stücke aufgespielt und viele Bekannte waren auch da. Der Genuss einer Schnitzelsemmel erspart mir heute das Kochen. Den Tag werden wir in einer steirischen Buschenschänke ausklingen lassen.

Unser Sohn hat die Super-Acht-Filme aus den Siebzigerjahren digitalisieren lassen. Gestern kamen die DVD’s per Post und wir haben sie schnellstens angesehen. Lachen ohne Ende. Zuerst der Film mit unseren Kindern. Sie waren so süß. Viele Momente waren schon vergessen und bekamen so wieder leben, wir haben uns köstlich amüsiert. Auch unser Hochzeitsfilm, ein Erlebnis. Menschen die inzwischen schon verstorben sind, Mode von damals und Kinder die inzwischen erwachsen sind. Auch die Umgebung hat sich geändert. Häuser wurden renoviert, Straßen asphaltiert und Obstgärten mussten leider Äckern weichen. Auch die Inneneinrichtung unseres Hauses hat sich verändert und natürlich auch unsere Kinder – sie sind inzwischen erwachsen -  und wir selbst. Ich möchte keinen Augenblick aus meinem Leben missen, aber die Zeit auch nicht mehr zurückdrehen. Ich glaube, wenn jemand sagt: er möchte nochmals 17 sein und das wissen was er heute weiß, dann läuft sein Leben falsch. Das Schöne an der Jugend ist die Unbekümmertheit und die Lust Neues zu probieren.