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Tag für Tag neue Meldungen über (Kindes-)Missbrauch und Kirche. Endlich Schlagzeigen, man sucht ja nur die Wahrheit. So erschütternd das Thema auch ist und restlos aufgeklärt gehört, schockt es mich doch immer wieder, dass viele eigentlich nur pikante Details über Opfer und Täter hören möchten. Sensationsmeldungen sind gefragt.
Es werden ja auch nicht alle Lehrer aus vergangenen Zeiten angeklagt, weil Schüler geschlagen wurden. Die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Auch ich war in einem Schlafsaal mit 25 Mädchen untergebracht. Es gab auch nicht täglich warmes Wasser zum duschen. Wir wurden aber vorzüglich unterrichtet und die Klassengemeinschaft besteht heute noch. Ob es so viel besser ist, Kinder allein mit dem Fernseher, ihren Videospielen, unkontrollierten Internetkontakten und Handys zu lassen sei dahin gestellt. Ganz zu schweigen von zerrütteten Familienverhältnissen, ungesundem Essen und Leistungsüberforderung. Wenn unsere heutige Jugend einmal fragt: Wer wird dann dafür die Verantwortung übernehmen?
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Der Palmsonntag gehört zu den Festen, die mich immer wieder an meine schöne Kindheit erinnern. Da hat mein Vater – bis zu seinem Tod vor drei Jahren – Palmzweige für uns gebunden. Meine Schwester und ich haben genau darauf geachtet, dass keine von uns einen kleineren Palmbuschen bekam. Doch die Zeiten haben sich geändert und jede von uns wollte nur mehr einen ganz kleinen haben. Der Ablauf dieses Tages hat sich bis heute in meiner Heimat nicht wesentlich geändert. Die Segnung der Palmzweige erfolgt vor einer Kapelle außerhalb des Ortes. Danach ziehen in einer feierlichen Prozession Musikkapelle, Kirchenchor, Ministranten und Pfarrer sowie Vereine und die Bevölkerung in die Kirche ein als Erinnerung an Jesu Einzug in Jerusalem. Eine schöne Tradition oder auch eine Botschaft für uns?
Neben der Vorfreude auf das Osterfest beginnt am Palmsonntag für Christen und Christinnen die Karwoche. Zeit, in der man über Wesentliches im Leben nachdenken kann. Sucht doch jeder Mensch nach einem Idol, einem Menschen, den er vertrauen kann, nach dem Sinn seines Lebens.
Es gibt ein Lied: „Ich weiß, dass einer mit mir geht, der auch im Leid zu mir steht, der mich zu allen Zeiten kann begleiten.“ Und das ist es doch, was jeder von uns möchte.
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Es geht mir schon wieder besser und ich habe Zeit Zeitungen und Bücher zu lesen, die meiner Weiterentwicklung dienen. Es ist auch höchste Zeit, denn ich fange an, es zu genießen krank im Bett zu liegen und von meinem Mann verwöhnt zu werden.
Zu meiner eigenen Verteidigung muss ich sagen, dass ich heute meine Osterpost erledigt habe. Ich schreibe sehr gerne Karten und liebe es, mit Menschen schriftlich in Kontakt zu sein. Die Billetts wurden sorgfältig von mir ausgesucht und mit persönlichen Worten an Menschen adressiert, die mir lieb und teuer sind.
Danach habe ich mir vorgenommen an meiner Persönlichkeit zu arbeiten. Ich nahm das Buch von Larry Winget – Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich!, das mir meine Tochter geschenkt hat zu Hand und oh Schreck, der erste Satz der mit ins Auge stach lautet: Hören Sie auf, etwas nur zu versuchen! Meine erste Reaktion: So ein Blödsinn. Doch bei näherer Betrachtung muss ich ihm recht geben. „Es gibt kein Versuchen. Es gibt nur tun oder nicht tun.“ Denn wenn uns etwas wirklich ernst ist, dann tun wir es. Auch wenn wir zu Kunden, Vorgesetzten oder Freunden sagen, wir versuchen es, sind wir oft nur zu feige nein zu sagen. Wir haben dann immer noch die Ausrede, wir haben es ja versucht, aber leider …. Die Moral aus der Geschichte: Ich werden das ganze Buch lesen und nicht nur den Versuch machen es zu lesen.
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Der Weg zur Freude beginnt mit dem ersten Schritt. So habe ich heute mein Bett verlassen und endlich wieder Handlungen gesetzt. Mein Zitronenbäumchen, das mir viel Freude bereitet, braucht unbedingt Wasser. Die leuchtend gelben Früchte und die zarten Blüten verbreiten südliches Flair und Lebenslust. Auch meine anderen Blumen haben es mir gedankt, dass ich mich endlich wieder um sie kümmere. Auch der schöne Blumenstrauß, den mir meine Tochter ans Bett gestellt hat, weckte meine Lebensgeister wieder auf. Ein Blick in den Spiegel tat sein übriges.
Ich möchte als rührige Pensionisten meine wertvolle Zeit sinnreich nutzen. Es tut zwar gut, wenn ich es mir leisten kann, eine Krankheit nicht immer nur mit Medikamenten niederzuschlagen, sondern die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers wirken zu lassen. Doch nun fordert mein Körper wieder Aktionen. Meine Energie verlangt Taten, darum habe ich begonnen meine eingerosteten Englischkenntnisse aufzufrischen. Geht ganz gut und macht Spaß.
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Es geht mir schon wieder besser und ich habe Zeit und Lust Zeitungen zu lesen und meinen Gedanken nachzuhängen. Leben heißt wohl: Grundbedürfnisse müssen befriedigt werden, sich selbst annehmen und als wertvoll erleben, Neues entdecken und ausprobieren. Für mich auch noch, Menschen treffen, Gespräche führen. Schreiben über Erlebnisse, Ängste, Visionen, Gefühle und Hoffnungen.
Die Themen in den heutigen Zeitungen waren nicht gerade aufbauend. Ich lese lieber Artikel, die Mut machen und begeistern. Darum kann ich nicht verstehen, warum Medienberichte dazu missbraucht werden negative Stimmung zu erzeugen. Ängste zu schüren, Hass und Verunsicherung zu verbreiten. So könnte ich auch nicht Politiker werden. Wenn jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird. Jede notwendige Veränderung abgeblockt wird und nur dazu dient, dem politischen Gegner einen Vorteil zu verschaffen. Das Leben ist so kurz und wir müssen es wagen, uns zurückzunehmen, unsere „Sicherheitszone“ zu verlassen, Veränderungen mit gestalten und andere Menschen, Länder, Religionen und Sichtweisen unvoreingenommen kennen zu lernen. Liebevolles Miteinander kann großartige Dinge erschaffen und Begeisterung für alle bedeuten.
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