Hatte die letzten Tage wenig Zeit. Ich habe keinen Stress, aber bin beschäftigt. Im Moment lese ich vier Tageszeitungen: Kurier, Presse, Kleine und Kronenzeitung. Ich habe es satt, wenn ich schon auf der Titelseite nur Horror und Betrug, Unfälle und sonstige Machenschaften lesen muss. Noch interessanter wird die Sache, wenn ich die gleichen Artikel in den verschiedenen Zeitungen nachlese. Es ist die Wahl der Worte, die sachliche Wiedergabe von Vorkommnissen oder nur einfach auf Sensation getrimmt Darstellungen. Halbwahrheiten und falsche Beschreibungen  führen die Leser in die Irre. Ich werde meine Zeit nur mehr mit guter Lektüre nutzen. Mein Leben ist mir zu kostbar, als es mit „billigen“ Nachrichten zu verschwenden. Denn, der wichtigste Tag in meinem Leben ist immer HEUTE. Ich nutze ihn, um geistig rege und körperlich gesund zu bleiben.

Dafür, dass die Wahl des Bundespräsidenten unnötig, lahm, würdelos und vieles mehr von den Zeitungen beschrieben wurde, haben die Artikel aber sehr viele Seiten gefüllt. Die Wahl ist vorüber und viele haben von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht. Nicht wählen oder weiß wählen finde ich dumm. Unsere Vorfahren haben für das Wahlrecht lange gekämpft. Es gehört für mich einfach dazu, wenn ich ein mündiger Staatsbürger bin.

Fakt ist, dass unsere Staatsverschuldung scheinbar keinen Österreicher beunruhigt. Wir regen uns über Griechenland auf, doch unser eigenes Staatsdefizit, schein keinen zu stören. Klug wie unser Finanzminister ist fällt ihm nur ein neue Steuern zu kreieren. Das könnte eigentlich jeder von uns. Wir brauchen aber keine neuen Steuern. Wir sollten die Gesetze dahingehend ändern, dass jedes Einkommen (auch aus Kapitalerträgen) gleich besteuert wird wie Einkommen aus Arbeitsverhältnissen. Wenn ein Kleinverdiener zwei geringfügige Beschäftigungen hat wird dies dem Finanzamt gemeldet, wenn jemand zu seiner Pension einen auch nur kleinen Zuverdienst hat, wird dieses gemeldet warum melden also nicht auch Banken den Finanzämtern den Kapitalertrag der Kunden, so wie jeder Arbeitgeber das Einkommen der Arbeitnehmer. Nun ja, wir sind alle gleich, nur manche sind eben gleicher.

In Graz sollen zwei Moschen gebaut werden. Die Politik ist gefordert. Es muss endlich in die Köpfe unserer Politiker gehen, dass sie für und nicht gegen unser Land arbeiten können. Es kann nicht immer nur Hass und Zwietracht geschürt werden. Parteien, die nur auf Wählerstimmen aus sind. So kann man doch kein Land regieren. Die meisten Menschen wollen friedlich zusammen leben. Hass setzt ungeheure Mengen an negativer Energie frei. Dieses starke Gefühl der Feindschaft vergiftet das Zusammenleben. Anstatt von einander zu lernen und die Vorteile der verschiedenen Kulturen zu nutzen, haben einige unserer Politiker nichts besseres zu tun, als Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.

Viele Menschen fahren und fliegen in andere Länder auf Urlaub, um dort fremde Menschen, Kulturen und Lebensweisen kennen zu lernen. Obwohl ich schon der Meinung bin, dass es wichtig ist, von Menschen die in unserem Land leben, eine Integration zu fordern. Nur wenn alle gewillt sind, rücksichtsvoll miteinander umzugehen kann Zusammenleben gelingen. Gegenseitige Wertschätzung und das Bemühen einander zu verstehen und zu respektieren, ist meines Erachtens unumgänglich.

Unglaublich aber wahr. Sonnenschein schon am frühen Morgen. Nach einem herzhaften Frühstück ein kleiner Einkaufsbummel, um noch die notwendigen Lebensmittel für das Wochenende zu besorgen. Mit meiner Tochter habe ich dann die Eröffnung eines Schaugartens besucht. Eine herrliche Anlage. Wurde auch von einem richtigen Meister gemacht. Der junge Herr durfte an der Weltmeisterschaft in Japan teilnehmen. Natürlich ging es nicht, dass ich ohne Blumen und viele gute Ideen nach Hause gekommen bin. Habe mir ein paar Kostbarkeiten erstanden. Nun ja, es gibt Tage, da muss man sich einfach belohnen.

Wieder zu Hause haben wir einen Spaziergang mit den Hunden gemacht. Bewegung in der freien Natur ist einfach herrlich. Nach dem Besuch der Abendmesse gab es noch ein „runden Tisch“ im Ortsgasthof mit Tanten, Kusinen und Freunden. In ausgelassener Stimmung haben wir uns dann verabschiedet und beschlossen, solche Treffen zu wiederholen. Ich kann sagen, für mich war es ein schöner Tag.

Es ist immer wieder schön, „alte“ Bekannte und Freunde zu treffen. In unregelmäßigen Abständen treffe ich ehemalige Arbeitskolleginnen in einem Lokal in Leibnitz. Wir tauschen Neuigkeiten aus, sprechen über unsere Kinder und über die Arbeit. Auch über Mode und Urlaub, Kochen und Gartengestaltung wird geplaudert. Gute Tipps über Steuern und Lohnverrechnung und viele frohe und traurige Nachrichten über ehemalige Mitarbeiter  werden ausgetauscht. Ich habe ja den Vorteil, schon meine wohlverdiente Pension zu genießen. Mit Bedauern höre ich dann immer die Berichte meiner Freunde, wie sich die Situation an den verschiedenen Arbeitsplätzen in immer größeren Stress verändert. Auch wächst die Unsicherheit, ob der Arbeitsplatz nach einer Krankheit oder nach dem Urlaub noch vorhanden ist. Leider kommt es auch immer wieder zu einem Wechsel von Vorgesetzten, die dann rücksichtslos Arbeitskollegen austauschen bzw. kündigen, nur weil die Person zu „alt“ ist oder dem neuen Chef nicht gefällt. Doch wir haben zusammen einen netten Abend erlebt und eine Freundschaft kann viel dazu beitragen, dass Leben heller und positiver zu machen. Es kann sich jeder glücklich schätzen, der Freunde hat. Es bereichert das Leben ungemein, doch auch Freundschaften müssen gepflegt werden. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen gehört auch dazu.