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Ich habe viel erreicht und war auch in meinem Beruf als Sekretärin sehr erfolgreich. Gut zu sein ist aber nicht immer genug. Viele Tätigkeiten haben Grenzen. Nur für meinen Vorgesetzten alles perfekt zu machen, zu organisieren und ja nichts vergessen war für mich selbstverständlich doch nicht unbedingt ein Vorteil. Ich konnte nie wirklich stolz auf meine Arbeit sein, denn eigentlich stand immer ein anderer Name darunter.
Ich war auch Lehrlingsausbilderin und habe zu meinen Schutzbefohlenen immer gesagt, dass sie im Leben nur erfolgreich sind, wenn sie ein Ziel vor Augen haben und dieses auch verfolgen. Werde in einer Sache Meister, erst dann beginne etwas Neues. Sonst verliert man sich und kommt zu gar nichts. Etwas abschließen, so wie ein Koch ein Gericht fertig stellt bevor er ein neues beginnt. Eine meiner Lehrlinge hat sich meine Worte zu Herzen genommen. Sie hat vor einiger Zeit den Kontakt zu mir gesucht. Wir haben uns getroffen und sie hat mir erzählt, dass sie nach abgeschlossener Lehre ein Jahr nach Amerika ging, um die Sprache zu vervollkommnen. Danach hat sie in einem Betrieb in Österreich wieder zu arbeiten begonnen. Sie hat schnell erkannt, dass ihr mit ihrer Ausbildung als Bürokauffrau eine Grenze gesetzt ist. Andere sagen ihr, was zu machen ist. So machte sie eine technische Ausbildung und ist heute aus Frau Ingenieur in einer Entwicklungsabteilung in leitender Funktion mit guter Bezahlung und interessanten Aufgaben beschäftig. Mich freut es, dass meine Ratschläge sie zu diesem Weg ermutigt haben.
Mach es ganz oder gar nicht. Dieses Sprichwort finde ich passend. Halbheiten – egal in welchem Bereich des Lebens – schaffen keine Befriedigung.
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Tanzen fördert die Konzentration, Reaktion, Beweglichkeit, Koordination und Balance, wirkt positiv auf Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und das vegetative Nervensystem. Trainiert das Gedächtnis, vermittelt Erfolgserlebnisse und erweitert den Blick auf die Welt.
Tanzen ab der Lebensmitte - diese etwas andere Art zu tanzen zeigt sich in der Auswahl der Tänze und im gemeinsamen Tanzen.
Wir erfahren die anregende Wirkung der Musik und die Vielfalt der Tänze. Tänze aus aller Welt, aus verschiedenen Epochen und Kulturen, gesellige Formen aus dem Gesellschaftstanz lassen das Tanzen zu einem Gemeinschaftserlebnis werden. Eine besondere methodische Vorgangsweise ermöglicht es, die Tänze schnell zu erlernen und lustvoll zu tanzen. Unsere Tanzleiterinnen ist eine fröhliche Dame mit viel Schwung und Humor.
Beim Tanzen kommen Menschen zusammen, die Freude an Bewegung, Musik und Geselligkeit haben. Mein Bekanntenkreis hat sich wesentlich erweitert. Die fröhliche Stimmung, das zwanglose Lernen macht Freunde und auch bei schlechtem Wetter herrscht gute Laune und Frohsinn. Es gibt keinen Leistungsdruck und keine Angst vor Fehler. Niemand hat Stress und die Gruppenmitglieder sorgen für das richtige und spielerische Erlernen der Schritte. Tanzen erfrischt die Seele und macht Spaß!
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Ein sonniger Herbsttag ist mehr als romantisch. Die Blätter der Laubbäume leuchten in allen Farben. Mücken tanzen im Sonnenlicht und die Äpfel, Birnen und Weintrauben wollen geerntet werden. Die Felder werden abgeerntet und wirken kahl und leer. Doch wenn die Erde umgepflügt wird und die Furchen fett und schwarz glänzen komme ich ins grübeln. Oft muss das Unterste nach oben und umgekehrt. Nur so kann wieder neues Leben entstehen. Leise raschelt das Laub unter den Füßen und aus dem vorbeiziehenden Fluss steigt im Morgengrauen der Nebel. Tautropfen fallen von den Blättern und glänzen in der aufgehenden Sonne. Der Herbst ist eine wunderschöne Zeit. Buschenschänke servieren Sturm und die Luft ist vom Duft der gebratenen Kastanien erfüllt. Ein Ausflug in das hügelige Südsteirische Weingebiet dient der Erholung und dem Genuss. Wenn Sturm und Regenwetter die Tage unfreundlich macht, schenkt die herbstliche Tischdekoration in überwältigender Buntheit und Vielfältigkeit einen willkommenen Farbklecks. Ursprünglich bedeutete Herbst „Zeit der Früchte“, „Zeit des Pflückens“, „Erntezeit“, doch Herbst ist viel mehr. Geh hinaus und berausche dich an der Schönheit dieser Jahreszeit.
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Ein kleiner Bauerngasthof, gutbürgerliche Küche und jeden Freitagabend Musik. Alleinunterhalter, Duos oder Trios spielen auf. Wer von den Musikern gerade Zeit und Lust hat. Es trifft sich Alt und Jung. Alleinstehende und Ehepaare. Gruppen, die feiern wollen oder einfach einen fröhlichen Abend erleben möchten. Es wird getanzt, gelacht, getrunken. Einfach nur geselliges Zusammentreffen. Keine großen Vorbereitungen. Mensch kommen nach der Arbeit oder einfach nur so, um sich unkompliziert zu unterhalten. Da nur zwei Räume zur Verfügung stehen, sitzt man dich gedrängt im Schankraum oder steht an der Theke und im kleinen Nebenraum wird getanzt. Je nachdem welche Menschen anwesend sind ist die Stimmung von ausgelassen bis fade. Doch meistens herrscht reger Betrieb und es wird auch fleißig getanzt. Es gibt keine komplizierten Gespräche, alle verstehen sich gut, sind lustig und wollen einfach Mensch sein. Wenn ich die Gaststube betrete, habe ich oft das Gefühl nach Hause zu kommen. Du trifft Menschen, wo du spüren kannst, dass sie sich freuen, dich zu sehen. Der Gasthof ist nichts Großartiges, aber er gibt den Menschen das Gefühl etwas Wert zu sein und dazu zu gehören. Dinge die wir in der heutigen Zeit immer öfter vermissen.
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Bei einer Ansage aus dem Radio habe ich zuerst nur mit halbem Ohr hingehört. Erst als der Sprecher die Frage stellte, ob es uns gefallen würde, wenn Brot ab sofort um ein Drittel billiger wäre, habe ich genauer hingehört. Er meinte, es sei sofort und für jedermann möglich. Noch bevor ich denken konnte, wie das wohl möglich wäre gab er die Erklärung. In Österreich wird cirka ein Drittel Brot und Gebäck weggeworfen. Nicht frisch genug, mag nicht so viel, schmeckt mir nicht, ist schon zu hart. So gedankenlos gehen wir mit Lebensmittel und Geld um. Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, wie viele Menschen hungern. Aber nicht genug damit. Viele jammern, nicht genug Geld zu haben und könnten so leicht sparen, ohne auf etwas zu verzichten. Nur so viel Brot einkaufen wie gegessen wird.
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